Schwebende Insel mit Fluss und unterirdischem Tiefenwasser zur Visualisierung der unterschiedlichen Herkunft von natürlichem Mineralwasser und Leitungswasser

Ursprung und Herkunft des Wassers

Aus welchen unterschiedlichen Gesteinsschichten die verschiedenen Wasserarten stammen, wie hoch der Verbrauch von Trinkwasser in Deutschland und woher natürliches Mineralwasser gewonnen wird, lesen Sie im nachfolgenden Abschnitt.

Herkunft der unterschiedlichen Wasserarten

Schaubild, welches die Herkunft von Mineralwasser, Heilwasser, Quellwasser, Tiefenwasser, Grundwasser, Leitungswasser und Oberflächenwasser visualisiert
Eigene Darstellung auf Basis der MTVO und der Trinkwasserverordnung

Die nebenstehende Abbildung beruht auf der Mineral- und Tafelwasserverordnung und zeigt schematisch, aus welchen Erdschichten die Wasserarten stammen.
Heilwasser, Quellwasser und Mineralwasser entstammen dem sogenannten Tiefenwasser, Leitungswasser ist oftmals eine Mischung von Oberflächen- und Grundwasser.

Möchten Sie wissen welchen Einfluss die geologische Struktur auf die Mineralisierung Ihres Wasser hat? Hier geht’s zum Mineralisierungsvergleich zwischen Leitungswasser und Mineralwasser


Herkunft Trinkwasser in Deutschland

Kreisdiagramm, das die prozentuale Vertreilung der verschiedenen Wasserarten an der gesamten Trinkwassergewinnung in Deutschland 2010 darstellt
Statistisches Bundesamt, Destatis (1)

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland etwa 5 Milliarden Kubikmeter Wasser gewonnen. Das Trinkwasser wird überwiegend aus Grund- und Quellwasser gewonnen (70%). Davon stammen 61% aus dem Grundwasser, der Anteil des Quellwassers liegt über 8%.1

30% der Trinkwasserversorgung erfolgte mit Oberflächenwasser. Dazu zählen See- und Talsperren Wasser (12%), angereichertes Grundwasser (9%) und Uferfiltrat (8%). Äußerst geringe Bedeutung hatte Flusswasser mit einem Anteil von 1%.1

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Herkunft Mineralwasser in Deutschland

Für natürliches Mineralwasser muss man in die Tiefe gehen. Mineralwasser sprudelt nur an sehr wenigen Stellen von selbst aus dem Boden. Die meisten Mineralwässer werden aus Tiefen von 100 Meter gewonnen. Für einige wenige muss man sogar 1.000 Meter tief bohren. Gerolsteiner Mineralwasser stammt aus Quellen von bis zu 200 Meter Tiefe.

Im Gegensatz zu Oberflächenwasser in Bächen, Flüssen, Seen und Grundwasser der oberen Erdschichten, stammt Mineralwasser aus vor Verunreinigung geschützten, unterirdischen Wasservorkommen.2

Natürliches Mineralwasser ist vor langer Zeit als Niederschlag ins obere Erdreich eingedrungen. Von hier aus sickert es stetig und unaufhaltsam durch die verschiedenen Boden- und Gesteinsschichten, bis es schließlich den tiefsten Punkt seiner Reise erreicht hat.2

Die verschiedenen Boden- und Gesteinsschichten filtern und reinigen währenddessen auf natürliche Weise das Wasser. Gleichzeitig reichert sich das Mineralwasser mit Mineralstoffen und Kohlensäure an. Seine Qualität als reines, natürliches Produkt erreicht es, wenn das Wasser unten angekommen ist und vor äußeren Einflüssen geschützt in der Erde bleibt.2

Minerali­sierungs­vergleich

Möchten Sie wissen welchen Einfluss die geologische Struktur auf die Mineralisierung Ihres Wasser hat?
Icon mit Leitungswasser und Mineralwasser

Quellen

1 Statistisches Bundesamt (Destatis): Wassergewinnung durch öffentliche Wasserversorgungsunternehmen 2010 nach Ländern und Quellen
2 Broschüre „Deutsches Mineralwasser – Vielfältig wie das Leben“