Schwebende Insel mit Fluss und unterirdischem Tiefenwasser zur Visualisierung der unterschiedlichen Herkunft von natürlichem Mineralwasser und Leitungswasser

Mineralstoffe

Jedes Wasser hat eine eigene Mineralisierung. Dementsprechend enthält jede Wasserart auch eine unterschiedliche Zusammensetzung an den enthaltenen Mineralstoffen. Zu den am wichtigsten zählen unter anderem Calcium, Magnesium oder Kalium.

Mineralisierung beim Mineralwasser

Mineralienwürfel

Als Niederschlag vom Himmel gefallen, ist Mineralwasser durch die unterschiedlichen Gesteinsschichten gesickert. Durch diesen Prozess wird es gereinigt, gefiltert sowie mit Mineralstoffen und Kohlensäure angereichert. Dies kann mehrere Jahrzehnte oder noch länger dauern.

Den Mineralstoffgehalt erhält das Mineralwasser durch die unterschiedlichen Gesteinsschichten, die das Wasser im Laufe der Jahrhunderte durchdringt. Je nach Gesteinsart liegen die Mineralstoffe und Spurenelemente in unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung vor. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Geschwindigkeit, mit der sich das Niederschlagswasser immer tiefer in das Gestein vorarbeitet. Es werden mehr Mineralstoffe und Spurenelemente aufgenommen, je langsamer dies geschieht.

Jedes einzelne Mineralwasser ist ein Spiegelbild der jeweiligen Region und ihrer geologischen Gegebenheiten: Mineralwasser aus dem Westen Deutschlands schmeckt eher mild – die großen Schieferlagen sind die Ursache. Vulkanische Gebiete geben dem Wasser mehr Mineralstoffe und Kohlensäure, aus dem Tiefland des Nordens kommt kräftiges Wasser mit höherem Eisen- und Sulfat Anteil. In den breiten Schotterebenen des Südens werden die Wässer mit einem hohen Mineralstoff-Mix versorgt, das Lockergestein im Nordosten schenkt uns ein Wasser mit leicht herber Note, in Urstromtälern finden sich Wässer mit reichhaltiger Mineralisierung. Diese regionalen Unterschiede und Feinheiten der Mineralisierung bestimmen den individuellen Geschmack eines Wassers.

Gerolsteiner Sprudel und Gerolsteiner Medium verdanken der Herkunft aus Gerolstein in der Vulkaneifel ihren besonderen natürlichen Gehalt an Calcium, Magnesium und Hydrogencarbonat. Die ausgewogene Mineralisierung sorgt auch für einen erfrischend natürlichen Geschmack, ohne eine herausstechende, zum Beispiel salzige, saure oder bittere Eigennote.

Mineralisierung beim Trinkwasser

Die Art und die Menge der Inhaltsstoffe bei Trinkwasser hängen ebenfalls von der Geologie ab. Das bedeutet, je nach Gesteinsschicht die es durchläuft bzw. als Untergrund hat, enthält das Trinkwasser eine unterschiedliche Mineralisierung. Dadurch kann es je nach Region z.B. leicht salzig oder eher bitter schmecken.

Minerali­sierungs­ver­gleich

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Trinkwasser mineralisiert ist, testen Sie unsere Vergleichstabelle.
Icon mit Leitungswasser und Mineralwasser

Zu den wichtigsten Mineralstoffen in Mineral- und Trinkwasser zählen folgende:

Calcium

Calcium zählt zu den essenziellen Nährstoffen und ist mengenmäßig der wichtigste Mineralstoff: 99 Prozent des Calciums (ca. 1 kg) sind im Skelett gespeichert.2

Magnesium

Magnesium gehört, wie alle Mineralstoffe und Spurenelemente, zu den essenziellen Nährstoffen. Das heißt, es ist wichtig für den menschlichen Körper, kann vom Organismus aber nicht selbst produziert werden. Sein täglicher Bedarf sollte daher über die Ernährung gedeckt werden.4 Magnesium spielt besonders bei sportlich aktiven Menschen eine wichtige Rolle.

Kalium

Wie Calcium und Magnesium gehört auch Kalium zu den Mineralstoffen und ist vor allem in Getreide, Gemüse und Obst zu finden. Aber auch in vielen Gesteinsformen kommt Kalium vor und gelangt auch auf diese Weise ins Wasser.6

Der menschliche Körper enthält etwa 130 Gramm Kalium.

Natrium

Natrium ist ein Mineralstoff, welches als Bestandteil von Natriumchlorid, dem Koch- oder Speisesalz bekannt ist.
Der menschliche Körper enthält etwa 100 Gramm Natrium. Davon findet man das meiste (ca. 50%) in der Körperflüssigkeit außerhalb der Zellen (extrazellulär). In den Zellen liegen dagegen nur etwa 5 bis 10 Prozent des Gesamt-Natriumgehalts. Die restlichen 40 bis 50 Prozent findet man im Knochengewebe.

Chlorid

Das bekannteste Chlorid ist das Natriumchlorid, besser bekannt als Koch- oder Speisesalz.
Die empfohlene tägliche Menge für die Aufnahme von Chlorid liegt bei 3,2 g für Erwachsene.
Zu viel Chlorid in Verbindung mit zu viel Natrium kann für einen salzigen Geschmack des Wassers sorgen.10, 11

Hydrocarbonat

Hydrogencarbonat, auch Bicarbonat oder HCO3-, ist kein Mineralstoff, sondern ein Salz der Kohlensäure und in jedem Mineralwasser enthalten. Besonders Mineralwässer, die Kalksteinschichten durchlaufen haben, enthalten viel Hydrogencarbonat.13 Durch seine säureneutralisierende Wirkung sorgt es für einen angenehm neutralen und natürlichen Geschmack des Mineralwassers.12

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